Auch im Jahr 2026 reißen die Krisennachrichten nicht ab. Autokraten, Technokraten, Oligarchen halten die Welt in Atem. Donald Trump versucht unterdessen, eine Weltordnung zu schaffen, wie sie ihm gefällt. Gerade in solchen Zeiten müssen wir die Demokratie stärken. Und das geht vor allem durch Solidarität, sagt der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse. Er versteht Solidarität als eine entscheidende Kraft für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratie. Es geht um gelebte Solidarität im Alltag und um die Überwindung von Gegensätzen in der Politik.

10. Februar 2026 | 18:30–20:00 Uhr | online via Zoom

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Über den Referenten:

Wolfgang Thierse ist ein prominenter SPD-Politiker und war von 1998 bis 2005 Bundestagspräsident. Thierse gilt als einer prägenden Stimme in der deutschen Politik und Öffentlichkeit. Als Katholik ist sein Schaffen und Reden geprägt von christlichen Grundwerten, in der SPD vertrat er die Tradition des linken Humanismus und der Arbeiterbewegung und setzte sich für eine soziale Marktwirtschaft ein. Als ehemaliger DDR-Bürger verkörperte er den Brückenschlag zwischen Ost und West und die Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit. Sein ehrenamtliches Engagement in der Zivilgesellschaft ist außerordentlich vielfältig. So ist er auch seit mehreren Jahren Beirat der School of Participation e.V.

In der DDR aufgewachsen studierte Thierse Germanistik und Kulturwissenschaft und war an der der Humboldt-Universität tätig. Das Ministerium für Kultur der DDR, wo er ab 1975 in der Abteilung Bildende Kunst arbeitete, entließ ihn, nachdem er sich geweigert hatte, eine Erklärung zu unterzeichnen, mit der er die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann befürworten sollte. Thierse war bis zur friedlichen Revolution parteilos, trat dann dem Neuen Forum und 1990 der Sozialdemokratischen Partei der DDR bei, die sich 1990 mit der SPD vereinigte.

Thierse war unter anderem stellvertretender Parteivorsitzender und Vorsitzender der Grundwertekommission der SPD und ist dort Ehrenmitglied. Er gilt als streitbar, meinungsstark und engagiert und wurde bekannt für seine tiefgründigen Reden und seine differenzierte Sicht auf die deutsche Einheit.